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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Klein Bennebek

 

 

Vor der Gründungsversammlung musste die Gemeinde selbst für eine Brandwehr sorgen.
Brände wurden damals noch mittels einer Handruckspritze gelöscht.
Dienstpflichtig waren alle männlichen Einwohner ab Erreichen des 16. Lebensjahres bis zur
Vollendung des 60. Lebensjahres – Ausnahme: Krankheit und körperliche Fehler.

 

Es wurden nur so viele Leute verpflichtet, wie benötigt wurden zur Bedienung der Geräte,
der Spritze und für die Retter- und Steigerabteilung sowie zur Herbeischaffung des Löschwassers.
Die Oberaufsicht für die Brandwehren des Amtsbezirks führte der Ortspolizeiverwalter (Amtsvorsteher).
Für Klein Bennebek verantwortlich: Brandmeister Heinrich Frahm und sein Stellvertreter Frenz Wieck.

Als im Jahre 1929 im Austausch für die Handruckspritze eine Motorspritze von Magirus angeschafft wurde,
verpflichtete man als Maschinisten Johannes Walter (Dorfschmied).

 

Beim Großbrand in Groß Rheide kam er mit zum Einsatz und musste ohne Ablösung einen Tag lang die
Pumpe bedienen.

 

Dies beflügelte die beiden Verantwortlichen zur Werbung für eine Freiwillige Feuerwehr.

 

Am 30.12.1929 gründeten auf einer Versammlung folgende 25 Kameraden die
Freiwillige Feuerwehr Klein Bennebek:

 

Heinrich Frahm , Frenz Wieck, Johann Thomsen, Friedrich Locht, Wilhelm Theed, Hinrich Behder,
Jürgen Greve, Gustav Wunder, Johannes Walter , Johann Hoffmann, Johannes Ehlers, Klaus Ehlers,
Johannes Frahm , Johann Schimmer, Peter Jürgensen, Peter Frahm, Claudius Stolley, Johann Pahl,
Heinrich Meggers, Claus Schimmer, Jürgen Heide, Johannes Jensen, Johannes Speck, Willi Tams
und Wilhelm Bielfeld.

 

Erster Wehrführer wurde Heinrich Frahm.

 

 

 

 Die Gründungsmitglieder
(Bild ca. 1930 vor Tams´ Gasthof)

 

 

 

Obere Reihe:
C. Rohwer, H. Greve, J. Thomsen, C. Stolley, J. Frahm, P. Jürgensen, W. Tams, W. Bielfeld, J.Greve, P. Frahm, C. Ehlers, J. Pahl, G. Wunder, J. Walter,

 

Untere Reihe kniend:
J. Hoffmann, J. Meggers, C. Schimmer, J. Heide, F. Locht, J. Jensen

 

 

 

Wehrführer seit Gründung:

 

Namen von bis
Heinrich Frahm 1929 1930
Peter Jöns 1930 1932
Claus Rohwer 1932 1949
Johann Hoffmann 1949 1965
Ernst Büttner 1965 1977
Hans-Heinrich Schröder 1977 1989
Heinrich Holste
1989

2007

Horst Guthardt 2007  

 

 

 

Am 16.02.1936 traten 2 Frauen als passive Mitglieder der Feuerwehr bei: Frau Marg. Tams und Frl. Elsa Dau.

Die erste Frau im aktiven Feuerwehrdienst wurde 1996 aufgenommen.
1997 folgten 3 weitere Frauen. Die anfangs ablehnende Haltung war schnell verflogen
und unsere Kameradinnen sind heute voll mit eingebunden.

 

 

 

Die Stärke der Freiwilligen Feuerwehr betrug am 31.12 2008

 

51 aktive Mitglieder, davon 6 Frauen
6 Mitglieder in der Jugendabteilung
9 Mitglieder im Musikzug
8 Mitglieder in der Ehrenabteilung*

  (*nach der aktiven Dienstzeit zu Ehrenmitgliedern ernannt)

 Ferner unterstützen uns 45 passive Mitglieder.

 

 

Der Beitrag zur Kameradschaftskasse betrug bis 1967 0,50 DM pro Monat, wurde danach angehoben
auf 1,- DM. In der Jahreshauptversammlung 1975 beschloß man eine Erhöhung auf DM 1,50. Mit der Währungsumstellung 2002 wurde der Beitrag auf 1,-€ angepasst.

 

 

 

Der Wehrvorstand besteht zum 31.12.2008 aus folgenen Kameraden

 

Name Funktion
Horst Guthardt Wehrführer
Sven Rohloff stv. Wehrführer
Frank Greve Kassenwart
Thomas Petersen Schriftwart
Jörg Guthardt Gruppenführer
Dirk Rohloff stv. Gruppenführer
Gerd Niedergesäß Gerätewart
Dirk Rohloff Atemschutzgerätewart
Willi Rohloff Führer der Reserveabteilung
Ingo Wolf Sicherheitsbeauftragter

 

 

 

 

 

 

Anschaffungen und Ausrüstung

 

Das erste Gerätehaus stand bei Kopstahl mit einem Turm zum Trocknen der Schläuche und
beherbergte zunächst die Kleinmotorspritze ,die zum Einsatzort von Hand gezogen werden
musste.

 

 

Magirus - Kleinmotorspritze: Baujahr 1929 mit Breuer-Motor 11PS Leistung,
Pumpenleistung 350 l Wasser/Minute bei 4m Förderhöhe.

 

Ab 1955 legte man Feuerlöschbrunnen zur besseren Löschwasserversorgung an, zuletzt 1979
in Friedrichsneuland.

 

Im Jahre 1956 wurde die Kleinmotorspritze, durch eine Tragkraftspritze vom Typ Magirus 8/8
abgelöst. Diese Spritze kam auf einen Anhänger, auf dem auch Schlauchmaterial sowie
Verteiler und Strahlrohre gelagert waren. Der Anhänger wurde von Schleppern zum Einsatzort
gezogen.

 

Im Mai 1962 wurde der Gemeinde über den Zivilen Bevölkerungsschutz (ZB) oder auch
Katastrophenschutz ein Unimog zur Verfügung gestellt. Das Fahrzeug war geländegängig und
durch 800 l Löschwasservermögen an Bord für Flächenbrände und Ernsteinsätze bei
Häuserbränden sehr wertvoll.

 

Leider wurde das Fahrzeug 1982 durch den Zivilen Bevölkerungsschutz wieder außer Dienst
gestellt.

 

Die Bereitstellung des Unimogs war auch der Anlass für den Neubau eines Gerätehauses 1963
in der Nähe der alten Schule.

 

Das Gerätehaus hatte gleich 2 Stellplätze, für den Unimog und den Tragkraftspritzenanhänger.

 

1966 löste ein Ford-Transit-Tragkraftspritzenwagen nach DIN 14530 den Anhänger ab.

 

In dem Ford-Transit waren 4 A-Schläuche, die TS 8/8, 180 m B-Schläuche und 12
C-Schläuche untergebracht. Platz hatten ebenfalls 2 B-Strahlrohre und Schaumzumischer mit
Schaumrohr und Schaummittel zur Bekämpfung von Flüssigkeits- und PKW-Bränden.

 

1978 wurde die erste TS 8/8 von 1956 abgelöst durch eine neue Metzpumpe mit der gleichen
Leistung unter gleicher Bezeichnung (TS 8/8, Förderleistung 800 l in der Minute bei 8 bar
Förderdruck).

 

Nach der Schneekatastrophe 1978/79 wurden zur besseren Verständigung drei 2-Meter-Band-
Sprechfunkgeräte angeschafft.

 

1984 kam das 4-Meter-Band-Sprechfunkgerät hinzu, das im Ford-Transit zur Verständigung
mit der Leitzentrale in Schleswig sowie mit anderen Feuerwehrfahrzeugen und des
Technischen Hilfswerks installiert.

 

1980 erwarb die Feuerwehr einen Generator mit 5,5 kW Leistung, angetrieben durch einen
2-Takt-Sachsmotor.

 

Da bei der Schneekatastrophe 1978/79 der Strom ausgefallen war, sollte zumindest die Schule
beheizt werden und als Unterbringung für ältere Einwohner und Müttern mit Kleinkindern
dienen.

 

Das Notstromaggregat wurde zusammen mit 2 Lampen und einer Staffette auf einem
PKW-Anhänger verstaut.

 

1982 konnte sich die Wehr über die ersten 2 Atemschutzgeräte freuen, um gefahrloser
Menschen und Tiere aus verqualmten Räumen retten und den Innenangriff durchführen zu
können.

 

1984 musterte die Feuerwehr den Ford-Transit gegen ein Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz
LF 410 mit 70 kW und 8 Sitzplätzen für Fahrer und mitfahrende Kameraden aus.

 

Zusätzlich konnten wir 2 weitere Atemschutzgeräte unterbringen.

 

1996 gab der VW-Antriebsmotor der TS 8/8 den Geist auf, deshalb wurde eine Magirus-Pumpe
angeschafft.

 

Am 20. April 2002 weihte die Gemeinde das „Dörpshuus“ (Standort Sportlerheim/Sportplatz) ein.

 

In diesem Neubau ist auch unser Gerätehaus mit untergebracht. Das „Dörpshuus“ wurde mit
viel Eigenleistung der Feuerwehrkameraden und auch seitens der Sportler aufgebaut.

 

 

2006 wurde ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr angeschafft. Das Fahrzeug der Marke
IVECO Magirus hat eine Staffelbesatzung sowie einen 800 Liter Wassertank und eine
festeingebaute Heckpumpe.

 

 

Es können sich 2 Atemschutzgeräteträger während der Fahrt ausrüsten.